Mehr als nur Feuer und Eis

Als Ursula Bruns in den frühen 50er Jahren die ersten Isländer nach Deutschland holte, waren sie vorrangig in Offenställen als Freizeitponys zu finden, rare Botschafter des artgerechten Umgangs mit den Pferden. Die Offenställe haben sich bis heute erhalten, doch mit einer Population von ca. 50.000 Pferden in Deutschland sind sie die zahlenmäßig zweitstärkste Pferderasse (nach dem Deutschen Warmblut) und es hat sich ein reges Sport- und Zuchtgeschehen von internationalem Niveau entwickelt.
In unwirtlichster Gegend in Island unter härtesten Bedingungen haben tausendjährige Reinzucht ein einzigartiges Pferd geschaffen. Erstaunlich ist die Farbenvielfalt, wie sie sonst bei wohl kaum einer Rasse zu finden ist, daneben hart im Nehmen und unabhängig, stark, schnell, temperamentvoll und mit den Gängen Tölt und Rennpass neben den drei Grundgangarten ausgestattet eignen sie sich sowohl für den Freizeit- und Wanderreiter, den Weltumreiter sowie den, der sportlich hoch hinaus will.
Rund um den Isländer und seine Geschichte ranken sich viele Mythen, deren Ursprünge wohl in den Nebeln Islands zu suchen sind, sie werden bezeichnet als die Pferde aus Feuer und Eis, als aus dem Dunkel der Zeit kommend, mit erhobenem Haupt, vibrierenden Nüstern und wirbelnden Hufen und hinter all diesen Mythen verbirgt sich ein besonderes Pferd für alle Fälle.